Atem des Himmels

Veranstaltung 08. April 2026

Chorkonzert zu Pfingsten

Doppelchörige Musik vom Feinsten am 24. Mai 2026 um 18.00 Uhr

Ein Chorkonzert zu Pfingsten, das Sie in eine andere Welt entführen wird!

Doppelchörige musizierte Vokalkunst, dargeboten durch den Heinrich-Schütz-Chor Ostfriesland (Ltg. Johannes Geßner) und die ev. Singgemeinde Oberhausen (Ltg. Danny Neumann). Beide Ensembles sind in ihren Regionen für hochkarätige Chormusik, insbesondere im a-cappella-Bereich bekannt. Durch den Zusammenschluss beider Chöre entsteht eine ungeahnte Klangpracht! Mit Musik von Johannes Brahms, Levente Gyöngysi oder Johann Pachelbel wird das Pfingstfest zu einem kulturellen und spirituellen Leckerbissen.

Zentrales Werk dieses Abends ist die phänomenale Messe für Doppelchor des schweizer Komponisten Frank Martin.
Im Jahre 1922 schrieb der 32jährige Frank Martin die ersten Teile der Messe für Doppelchor, nämlich das Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Benedictus. Nach einer Pause von vier Jahren fügte er das Agnus Dei hinzu und komplettierte damit das Werk zu der heute bekannten Form. Dadurch gilt die Messe für Doppelchor als eines der frühesten Werke Martins. 

Nach der Vervollständigung landete die Messe in der berühmten Schublade - um dort unglaubliche 40 Jahre von der Öffentlichkeit verborgen vor sich hinzuschlummern. 40 Jahre, in denen es weder zu einer Verlegung der Noten noch zu einer Aufführung kam. Erst 1962 entdeckte der Kantor Franz W. Brunnert aus Hamburg durch Zufall die Ankündigung der Messe in einem alten Verlagskatalog. 

Sogleich bat er Martin um die Zusendung der Noten «zu Studienzwecken». Durch diesen kleinen Trick kam es am 2. November 1963 in Hamburg mit der Bugenhagen-Kantorei unter Leitung von Franz W. Brunnert zur Uraufführung dieses Werkes. Aufgrund der ausserordentlichen Schönheit und emotionalen Wirkung der Musik wurde die Messe für Doppelchor in der Folge sehr schnell bekannt. 

Mittlerweile ist Frank Martins Messe eines der beliebtesten und wohl auch schönsten geistlichen Chorwerke für Chor a cappella des 20. Jahrhunderts. 

Angesprochen auf die Gründe für die lange Zeit zwischen Entstehung und Uraufführung gab Martin an, dass er die Messe aus seiner Religiosität heraus geschrieben habe, welche er als eine eher private Sache empfand. Er schrieb dazu: «Ich hatte gar nicht den Wunsch nach einer Aufführung, denn ich befürchtete, dass die Messe einzig unter ästhetischen Gesichtspunkten beurteilt werden könnte». Berühmt geworden ist das Zitat, diese Messe sei «eine Sache zwischen Gott und ihm». 

Der Eintritt ist frei